Leseproben

Ein paar Lesepröbchen. Die dazu gehörenden Bestellinfos findet Ihr unter Storys.

Alpencross-Bericht 2008

Schließlich ist Freitag. Ein stressiger Arbeitstag. Die Abfahrt ist für 13 Uhr geplant. Um 19:30 Uhr wollen wir in Schwangau in unseren Unterkünften angekommen sein. Es wird 11:45 Uhr und ich mache Feierabend, um gegen 12 Uhr zuhause zu sein. Das gelingt mir auch recht gut. Dann eine Planabweichung. Ich esse warm zu Mittag. Bei Muttern schmeckt es doch immer noch am Besten. Ich gehe Duschen und bin um 13 Uhr noch nicht ganz fertig. Gibt ja auch noch mehr zu tun. Es wird schließlich 13:30 Uhr bis ich startklar bin.

Warten auf A.. Im TV Olympia schauen mit Vater. Es wird 14 Uhr. Kein Sch., keine Nachricht. Ich werde langsam nervös. Mache mich mal auf den Weg zu R.. Auch dort draussen niemand zu sehen. Hm, ich rufe mal den A. an. Er geht ran. Dauert noch etwas. Er muss noch mal zu seiner Oma fahren. Will um kurz nach halb drei bei mir sein. Gut, ich gehe mal weiter. Bei Sch.´s Haus vorbei. Sein Auto steht noch. Immerhin sind die Radträger schon drauf und auch sein Rad. Vielleicht ist er ja bereits mit dem Auto seiner Mutter oder einem anderen Fahrzeug unterwegs? Also wieder nachhause. Noch mal Olympia geguckt. Es wird halb drei. Keiner da. Es wird drei. Immer noch nix. Kurz nach drei kommt dann endlich der BMW auf den Hof gefahren. Fast gleichzeitig setzt der Regen ein. War ja klar!
Also mein MTB montieren. Funzt. Dann zu R.. Dort packe ich auch am Rad mit an und schon habe ich die erste Verletzung. Ich schneide mich an der rechten Hand am Schutzblech (glaube ich). Zwei Schnitte. Blutet etwas. Naja. Wegsaugen. Tempo draufhalten. Geht schon. Bald ist alles montiert und es kann wirklich losgehen. Ich kann´s kaum glauben. Einsteigen, losgeht es.

Peter am Turm von Graun/Reschensee 2008

Peter am Turm von Graun/Reschensee 2008

Alpencross-Bericht 2009

Also wieder etwas bergab rollen. Bis zur Hauptstraße. Hier kamen wir wieder auf einen Weg, der einigermaßen gut aussah. Es ging mitten durch den Ort. Herr T. ging erst mal zur Bank, um Fränkli zu holen. A. folgte brav dem Wegweiser und ich telefonierte mit R. und versuchte ihm die Situation klar zu machen. Er war in Appenzell angekommen und radelte uns nun entgegen. Er war voller Hoffnung, uns bald zu treffen. Die Hoffnung wollte ich ihm nicht nehmen, aber den Glauben daran hatte ich nicht. Es war offenbar gerade eine volle Stunde, denn die Kirchturmuhr schlug sehr laut und sehr oft. Als Herr T. mit den Fränklis wieder zurück war, versuchten wir A. zu folgen. Viel weiter war er noch nicht, denn er hatte auf uns gewartet. Der Weg sah vielversprechend aus. Es ging gut bergan. Bis dann weiter oben wieder ein Wegweiser das genaue Gegenteil behauptete. Ganz toll. Das war mir jetzt aber auch langsam mal egal. Ich fuhr in gefühlter Richtung einfach weiter und lang steil auf Teer bergauf. Schließlich war ich oben. Und meine Blase meldete sich. Aber die Stelle war zum Urinieren nicht wirklich geeignet. Dann rief ich bei Herr T. oder A. an, ich weiß es nicht mehr genau. Jedenfalls ging niemand ran und ich sah auch Keinen der Beiden. Hier oben gab es eine Bushaltestelle und die Hauptstraße führte sowohl den Berg hinauf, wie auch hinab.

Ich am Alten Schin (Schweiz 2009)

Ich am Alten Schin (Schweiz 2009)

Alpencrossbericht 2011

Es hätte mir genügt, wenn man den Regen abgestellt hätte oder wenigstens um zehn Grad erwärmt hätte und meine Brille nicht so dermaßen beschlagen gewesen wäre. Meine Beine waren dabei, sämtliche Kraft zu verlieren und sich nur noch in Krämpfen zu ergehen. Zwischendurch konnte man gut Wanderer in einer grauen Felswand beobachten. Die waren ein Stück höher als wir. Aber sicher genauso nass. Irgendwann schließlich, waren wir Alle oben am Passhaus. Dann schlossen wir unsere Räder aneinander. Und ich glaube, alleine für das Umziehen im Keller des Gebäudes brauchte ich mindestens zwanzig Minuten und an Platz bestimmt sechs Quadratmeter. Dennoch keinerlei Privatsphäre hier. Kalt, nass, durchgefroren, kraftlos, keinen Bock mehr.

Heiße Schokolade? Glaube ja. Gut Betrieb hier. Viele Motorrad- und Autofahrer, nur wenige Pedalisten und Wanderer. Naja, auch bloß rumsitzen, eigentlich. Und dann irgendwann weiter. Und – HURRA – endlich wieder eine Abfahrt. Diesmal auf Asphalt. Ohne Schutzbleche bekommt man dabei ständig jede Menge Wasser und Dreck ins Gesicht und auf die Brille. Und nicht bloß dahin. Das langt mir auch schon völlig. Und nicht nur mir. Etwa die Hälfte der Teilnehmer lässt sich vom Guide noch zu Downhilltrails hinreissen. Die haben sich darauf gefreut und geniessen das und sind wirklich enttäuscht, dass es nicht noch viel mehr davon gibt und gab.

Burnout in Praha

Draußen war es kalt und das Bier war noch kälter. Glühwein wäre sicher angebrachter gewesen, aber ich mag auch kaltes Bier. Billigbier einer großen Discounterkette. Nicht gut, aber billig. Genau das richtige Bier für arme Schüler. Genau jenes hatte ich damals schon immer mit A. am Bahnhof gekippt, wenn wir uns dort trafen. Der Bus war noch nicht da, aber als er kam und es ans Einsteigen ging, herrschte großes Gedränge. Es ist doch immer dasselbe. Jeder wollte den besten Platz. Die Koffer hatten wir natürlich vorher im Laderaum des Busses verstaut und nur das leichtere Gepäck, sprich Bier und anderen Proviant führten wir direkt mit uns. Ich glaube jeder bekam den besten Platz. Mir wurde mein Platz „zugewiesen“. Ein guter Platz. Ehrlich ein sehr guter Platz. Nirgendwo anders hätte ich lieber gesessen.
Eine nicht ganz so sehr beliebte Person (na ja, ich glaube das ist die falsche Wortwahl – beliebt vielleicht – jedoch meist etwas nervig) aus meiner Klasse wollte neben mir platznehmen. Das wäre Horror für mich (und wohl auch einige in der Nähe sitzende Leute) gewesen. Nur schwer hätte ich die Busfahrt neben dieser Person überstanden. Aber da war ja noch jene Frau. Mit Hilfe Anderer war die nervige Person schnell vertrieben. Nunja, die Person war ja eigentlich ganz o.k.. Aber sie lag nicht unbedingt direkt auf der allgemeinen Wellenlänge.

Claudi

Also nahmen wir die nun zu Recht etwas beleidigte Claudi mit. Wir verstanden es zwar nicht, aber es war uns sehr gelegen. In drei Stunden sollten wir wieder im Raum sein. Klar, gar kein Problem! Vom Raum bis zum Feuer war es nicht weit, in wenigen Minuten waren wir da. Der Typ, der das Feuer entfachen sollte, verstand seine Aufgabe. Er hatte es tatsächlich geschafft, aus ein bißchen Asche, Glut und Holz ein schönes Feuer zu machen. Claudi sah echt gut aus und als wir mit ihr anrückten, sah er freudig überrascht und doch ärgerlich aus. Warum weiß ich bis heute noch nicht.

Wir hatten ihn etwas lange warten lassen und in der Zwischenzeit hatte er ein Wettsaufen mit sich selbst veranstaltet. Und welch ein Triumph, er hatte gewonnen. Er war total zu. Claudi ist schlank. Sie ist nicht zierlich wie beispielsweise Tina. Körperlich ist sie am ehesten mit Bea, Jane oder ihrer eigenen älteren Schwester zu vergleichen. Aber diese Beschreibung wird den meisten Lesern wohl leider auch nicht weiterhelfen. Sorry!

Ewigkeit

„Nein, Nein, Nein, so geht das nun wirklich nicht!“ Die Stimme klang schon leicht hysterisch. Das Gesicht des Mannes verzog sich. Seine Miene wurde immer ernster, je mehr Worte er von der jungen Frau hörte. Er war verliebt in sie und das machte seine Lage noch schwieriger, als sie ohnehin schon war. Sie waren schon lange unterwegs. Er hatte seither noch nichts gegessen. Sein Magen knurrte, doch die Stimme seiner Begleiterin übertönte dies. Als starker Krieger war er es gewohnt, kräftige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Er agierte eben mehr mit seinem Körper, mit seinen Muskeln, als diese Magier, die er so sehr verachtete. Zwar hatte er mit ihnen zusammengearbeitet, aber er mochte sie dennoch nicht. Ihre Dienste waren oft hilfreich, aber sie bildeten sich meist sehr viel auf ihre Weisheit und ihr Können ein. Die meisten von ihnen waren sehr arrogant. Nur einer von ihnen hatte wirklich mal etwas getan, wofür er dankbar war. Er wußte zwar nicht wie, aber einem dieser Besserwisser verdankte er die Schönheit seiner Begleiterin. Sie war schon immer sehr schön gewesen. Für ihn war sie ein himmlisches Wesen. Er vergötterte sie. Er hätte sie selbst dann noch geliebt, wenn…

Rennsteig-Bericht 2010

Mit den Bergen hatte ich langsam eine seltsame Freundschaft geschlossen. Sie waren auf ihre eigene Weise schön, faszinierend und gleichzeitig eine ständige Herausforderung. Ottfried Fischer als den Bullen von Tölz mochte ich auch irgendwie. Obwohl er schon bessere Rollen hatte. Und mein ortsjundiger Freund schwärmte ohnehin davon. Aber auch das angebotene Programm dort gefiel mir besser als die Programme, welche andere Kurorte anboten. Meine Buchung war eine reine Formsache. Die Bestätigung folgte umgehend und auch die Terminverlegung meinerseits, stellte kein Problem dar. Ich musste den Termin verschieben, da es kurzfristig mit dem Arbeitsanfall in meinem Hauptjob gerade nicht so toll passte. Alles kein Problem.

Es lief nahezu reibungslos. Fast schon erschreckend. Abweichend von A. hatte ich allerdings nicht das Programm „aktiv plus“ bzw. „Top in Form“ gebucht. Das Programm „Muskelaufbau“ erschien mir zunächst passender. Dieses beinhaltete u.a. Pilates, Body Pump, Nordic Walking, BMI-Messung, Ernährungs-Seminar, Geräte-Zirkel-Training, Aqua-Gymnastik, Progressive Muskelentspannung, Wanderungen und noch ein paar nette Dinge mehr. Alles dabei.

Mein Bike an einem Schild es Rennsteigs.

Mein Bike an einem Schild des Rennsteigs.

Sidekick

Die wärmenden Strahlen der Sonne fielen hart auf den Asphalt. Es hatte schon einige Tage nicht mehr geregnet. Das Frühjahr hatte erst begonnen, aber es war schon recht warm. Ob dies eine Folge des Ozonlochs bzw. der Klimaerwärmung war? An jenem Tag war mir das scheißegal, denn das Wetter war echt herrlich. Dieser Tag war zum Feiern geradezu gemacht. Der Winter war gerade vorüber und die Wärme tat gut. In diesem Jahr hatte es erst wenige Feten gegeben, die Feiermüdigkeit hatte noch nicht eingesetzt. Seit meinem 23. Geburtstag waren erst drei Tage vergangen, also war es Ende März. Meinen Geburtstag hatte ich nicht großartig gefeiert. Mein Zimmer hatte ich aufgeräumt und eine Kiste Bier hatte ich auch gekauft, für den Fall, dass doch einige Leute erschienen wären. Aber es kam eigentlich nur ein Gast, ein paar Leute riefen an. Dieser eine Gast trank lediglich ein Bier. Viel Aufhebens hatte ich um meinen Geburtstag noch nie gemacht und daher machten es andere Leute auch nicht. Dies war mir Recht. Von dem Bier war noch eine Menge übrig, aber es war klar, dass es an jenem Abend getrunken werden würde. Und es war eigentlich auch keine Frage wo, denn es gab und gibt einen Platz, der fast schon etwas wie eine Kultstätte ist.

Stadtleben in Tristram

Es war ein später Spätsommernachmittag, als die Sonne langsam hinter den Hügeln von Tristram verschwand. Aber niemand schenkte diesem großartigen Naturschauspiel viel Beachtung. Im Gegenteil. Der Junge namens Wirt saß im Schatten eines Baums. Er ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Goldstücke zählen. Ein paar Ameisen rannten emsig über sein Holzbein. Hiervon nahm er keinerlei Notiz. Die Gänseblümchen streckten sich den letzten Strahlen der untergehenden Sonne entgegen. Die Grillen stimmten ihr Konzert an. Grashüpfer sprangen von einem Grashalm zum nächsten. Tristram, die einst so prächtige Stadt, die vom Bergbau und Handel lebte, war zu einem Kaff geworden. Dies war so, seit der Erzbischof Lazarus die Bewohner der Stadt in die Gewölbe unterhalb der Kirche geführt hatte, um Prinz Albrecht, den Sohn von König Leoric, zu suchen. Nur wenige Leute waren zurückgekehrt. Und die, welche überlebten, waren für immer gezeichnet. So wie Wirt. Nichts war mehr so wie früher. Ein paar Vögel zwischterten fröhlich. Zuerst wollte Wirt pfeifend in ihren Gesang einstimmen. Seine Geschäfte liefen in letzten Zeit sehr gut. Es kamen viele Abenteurer nach Tristram, um den Gerüchten über den Dämonen Diablo und Erzbischof Lazarus nachzugehen. Einigen kamen auch, um den entführten Prinzen Albrecht zu suchen.

Then…

Aber auch von A. und ihrer Freundin kam kein Versuch, mit mir zu reden. Zumindest nahm ich nichts dergleichen wahr. Was eigentlich schon seltsam ist, denn sonst war und bin ich immer der Ruhigere. Irgendwie gibt es leider auch immer das Problem zwischen den Geschlechtern. Frauen und Männer tun sich oft schwer, sich gegenseitig zu verstehen. Dieses Problem besteht schon seit ewigen Zeiten und daran wird sich wohl auch nie etwas ändern. Und ich bin wirklich der Letzte, der einen Lösungsvorschlag dafür anzubieten hat. Aber so viel nun erst mal dazu. Das reicht als Einleitung und Vorwort hoffentlich erst mal aus.

Nun wieder zurück zur Nacht am See. Mein Körper war müde, total ausgepowert, aber mein Geist war topfit, hellwach, aufgeregt. Wir redeten noch lange, denn wir hatten uns nun doch viel zu sagen. Wir redeten leise. Gerade so laut, um uns zu verstehen. Alles mussten unsere Freunde nicht hören. Die Nacht war kurz und als wir beschlossen hatten endlich zu pennen, wurde es bereits wieder hell. Die schöne Zeit vergeht einfach viel zu schnell. Es erwies sich Alles als gut und ich war glücklich. In dieser Nacht schliefen wir zwar im selben Schlafsack und auch gemeinsam, aber nicht körperlich vereinigt miteinander.

Then…II

Das Puzzle war fast wieder vollständig. Doch die Schläge waren nichts, im Vergleich mit der schrecklichen Zeit ohne Wave und mit Ex.. Diese Zeit war ein echter Horror für mich. Sicher, es hätte auch noch viel schlimmer kommen können. Aber daran wollte ich gar nicht denken.
Empfand ich diese Zeit doch schon als schlimm genug. Natürlich hatte ich diese Geschehnisse selbst verschuldet, doch ich hatte dafür auch bereits genug gelitten. Außerdem war nicht nur ich verletzt worden. Nein, er hatte auch Wave wehgetan. Sehr weh. Das ärgerte mich noch mehr. Und irgendwie konnte ich nicht sehen, dass er in irgendeiner Form gelitten hatte. Ich sah nicht ein, dass er so ungeschoren davon kommen sollte. Das ließ sich sicher ändern. Nun war es an ihm, zu leiden. Zwar hatte ich wirklich versucht, es zu vergessen und ihm zu vergeben. Doch ich dachte immer wieder daran und konnte es nicht verarbeiten. Nicht bewältigen. Es quälte mich immer weiter und mein Hass, mein Zorn, meine Wut, die Rachegelüste keimten immer wieder auf.

Then…III

Ja! Bin ich völlig übergeschnappt? Nun, das kann schon sein! Es ist nicht immer leicht zwischen den verschiedenen Realitäten zu unterscheiden. Um das was ich hier schreibe auch nur ansatzweise zu verstehen, habe ich mich fast zehn Jahre tätglich intensiv damit auseinandergesetzt. Und auch manche Nacht.
Und viele Leute würden nun sicher sagen, dass dies verschwendete Zeit war. Aber das sehe ich anders. Die Leute, die so etwas behaupten, haben es eben noch nicht verstanden. Vielleicht werden sie das auch nie. Vielleicht wollen sie das auch gar nicht. Das ist alleine ihre Entscheidung. Aber sie sollen sich nicht anmaßen, über mich zu urteilen. Ich habe tatsächlich einen großen Teil meiner Zeit verschwendet. Doch meist mit TV glotzen oder PC-Spielen. Und selbst das TV glotzen und Zocken war nicht immer nur die pure Zeitverschwendung. Manchmal, wenn auch selten, war es sinnvoll.

Tina

Irgendwie war ich von ihr fasziniert und konnte nicht anders, als sie ständig anzusehen. Gesabbert habe ich aber meines Wissens nicht. Sie schien dies gar nicht zu bemerken, aber vielleicht tat sie auch nur so, als bemerkte sie es nicht. Was weiß ich? Frauen sind manchmal verdammt undurchsichtig. Und sie war eine Frau (zumindest eine angehende)!
Ihre volle Schönheit und Weiblichkeit würde sich wohl erst in ein paar Jahren entfalten. Dennoch war sie schon in diesem Moment recht hübsch. Als ich mich umsah, bemerkte ich, dass B. noch viel mehr gierte als ich. Mittlerweile saßen Alle auf dem Boden. Mein „Teamkollege“ war auch sichtlich hingerissen von den Mädels, aber er konnte nicht so wie er wollte, denn er hatte ja schließlich G. dabei. B. war voll in seinem Element.

Wave

Es war Nacht. Eine Nacht in einer fremden Stadt. Ich sah rüber, an einem Freund vorbei. Ganz zufällig. Und ich sah in ein Auto hinein, welches vor einer Ampel und neben uns hielt. Wir saßen mit vier Leuten in einem Kleinwagen. Die Luft war schon etwas verbraucht, obwohl niemand rauchte oder übermäßige Blähungen hatte. Diese Wunderduftbäume waren noch nicht „in“. Das andere Auto war, soweit ich das überblicken konnte, mit vier Frauen besetzt. Dann sah ich Ihr in die Augen. D.h. wir sahen uns direkt in die Augen, sofern das auf diese Entfernung und durch zwei Autos hindurch möglich ist. Zusätzlich noch erschwert durch die diffusen Lichtverhältnisse der städtischen Nacht. Ich sah in die Augen einer der vier Frauen und ich war hin und weg. Sie war wunderschön und ich war verliebt. Liebe auf den ersten Blick. Es gibt sie. Und dies bezieht sich nicht nur auf Gegenstände, sondern in der Tat auch auf lebende Menschen.

Wave II

Er war soweit. Start. Wir fuhren zu der Disco, die ich dann alleine betrat. Er fuhr noch ziemlich fahrschulmäßig. Aber wenigstens war es zielführend, wir kamen an. Es war früh am Abend und so war noch nicht viel los. Dieser Schuppen war und ist viel zu klein und somit immer überfüllt. Wie üblich traf ich ein paar Bekannte, welche sicher öfter hier aufhielten. A. konnte ich noch nicht erblicken. Dem maß ich aber keine Bedeutung bei, denn sie erschien oft erst später hier. Natürlich konnte ich nicht sicher sein, sie an diesem Abend überhaupt hier anzutreffen. Aber ich hoffte es und ich hoffte auch, dass mein Kumpel bezüglich meiner Rückendeckung erfolgreich sein würde.
Es wurde später, aber Frauen brauchen oft ziemlich lange, bis sie mit ihrem Aussehen soweit zufrieden sind, dass sie sich trauen auszugehen. Auch wenn wir Kerle sie so liebten, wie sie wirklich ausschauten, also ungeschminkt, fanden sie doch immer wieder etwas an sich selbst, an dem sie etwas auszusetzen hatten. A. und Wave waren diesbezüglich keine Ausnahmen.

Wave III

M. fand es gut, dass ich die ganze Nacht bei Wave bleiben wollte und sie verstand es vollkommen. Denn Wave brauchte in diesem Zustand offensichtlich jemanden, der Sie betreute. Eben jemanden, der einfach nur da war, damit sie nicht alleine war. Mit M. konnte man gut reden, selbst wenn man besoffen war, so wie ich. Um unsere gemeinsame Freundin machten wir uns schon Sorgen. Doch diese brabbelte dann immer mal wieder, dass das Alles gar nicht schlimm sei. Ich wußte gar nicht so recht, was Sie damit meinte. Die Geschehnisse der vergangenden Stunden oder doch eher Ihre Krankheit. Gerne hätten wir Ihr geglaubt. Doch Sie hörte sich nicht konform zu Ihren Worten an. Und wir bezogen Ihre Worte dann doch mehr auf Ihre Krankheit. M. fuhr, ich schnallte mich an und etwa zwanzig Minuten später wieder ab. Auf den Straßen war nicht viel los und ich war tierisch müde. Wave war auch müde, aber mit Ihren verschwollenen, juckenden und tränenden Augen war es wohl sehr schwer einzuschlafen. Auch das Atmen fiel Ihr schwer.

Wave IV

Sie lallte leise: „Ach, Scheiße, ja, hätte ich ja jetzt beinahe vergessen. Oh Scheiße, das hätte ja jetzt was werden können.“
Sie war wirklich leise – oder mein Gehör war schon so weit hinüber, dass es mir leise vorkam. Recht hatte sie! Zuerst klingt sie etwas erschreckt und ernst, doch dann gaggert sie ganz albern. Na klasse, so langsam kommen mir immer mehr Zweifel an dieser Tat. Dass das kein gutes Ende nehmen kann, ist mir klar. Einen Schimmer, wie ich aus dieser Nummer wieder unbeschadet rauskomme, habe ich auch nicht. Aber ich versuchte es mit Humor zu nehmen. Und ich bin schon mächtig scharf aus sie. Irgendwie. Trotz aller widrigen Umstände hat die ganze Situation auch einen sehr erregenden Faktor.
Ich: “ Und ob! Aber Du hast ja mich! Hahahahahahah!“
Oh, ich muss wirklich schon unter Alkoholeinfluß gestanden haben, wenn ich so einen Mist von mir gab.

Wave V

Kein Kumpel hatte mich an jenem Abend besucht und ich blieb anschließend noch bis etwa 23:15h vor der Glotze. Niemand störte meine Gedanken. Niemand, außer zwei Stechmücken. Diese Viehcher waren echt ätzend. Auf eine Jagd hatte ich keinen Bock. Als ich dann genug hatte (von den Mücken und dem TV), machte ich neben dem üblichen Kram wie essen usw. noch ein paar Eintragungen und Notizen. Und ich war froh, gerade diese Eintragungen und Notizen machen zu können und dürfen. Als ich mich endlich zur Ruhe begab, war es 0:30h. Schon Samstag also. Und was passierte samstags? Ganz genau und ganz einfach: PARTY!
Es war really heiß und so bot sich eine Baggersee-Party an. Nicht weit von hier gab und gibt es einen öffentlichen Badebaggersee. Auch Surfen ist im hinteren Teil erlaubt. Ob man Angeln darf, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich schon einige Angler dort gesehen. Nachts ist das Baden verboten und der See eigentlich geschlossen. Einige Leute sahen das aber nicht so eng.

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